Halbzeit in der John-Locke-Siedlung

Wohnungsbau: Stadt und Land investiert 70 Millionen Euro in die Sanierung.

Das städtische Wohnungsbauunternehmen Stadt und Land hat mit einem großen Mieterfest und dem „Bergfest“ sein bisher größtes Sanierungsprojekt sowie den 50. Geburtstag der John-Locke-Siedlung gefeiert. Mit dabei waren der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. Noch bis 2019 wird die John-Locke-Siedlung saniert. Dabei werden 1.604 der insgesamt rund 1.800 Wohnungen des Quartiers sowie 13 Gewerbeeinheiten komplett saniert und instand gesetzt. Stadt und Land investiert dafür rund 70 Millionen Euro. Für das Geld werden Fassaden und Kellerdecken gedämmt, die Dächer, Balkone und Aufzüge instandgesetzt sowie alte Fenster ausgetauscht. Unter anderem für die Schadstoffsanierung müssen die Mieter mehrere Wochen aus den Wohnungen raus.

Sozial und ökologisch

„Das Sanierungsprojekt macht deutlich, dass die städtischen Wohnungsunternehmen Berlins ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung gerecht werden“, sagt der Regierende Bürgermeister. Denn laut Stadt und Land sollen auch nach der Sanierung die Mieten erschwinglich bleiben. „Deswegen bieten wir verschiedene Ausstattungsmerkmale zur Wahl“, sagt Geschäftsführer Ingo Malter. Jeder Mieter kann dabei seine persönlichen Belange einbringen und im Rahmen der Baumaßnahmen „soweit wie möglich umsetzen lassen“. Die John-Locke-Siedlung entstand in den Jahren 1964 bis 1969 als eines der größten Wohnbauprojekte im Südwesten Berlins. Sie verkörpert noch heute die städtebauliche Idee einer „Stadtlandschaft“: viel Grün, viel Luft, viel Weitblick. Nach Abschluss der Sanierung im Jahr 2019 sollen über 2.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.

DAS, Bild: STADT UND LAND