Kriebelmücken-Alarm in Berlin

Umwelt: Pankower Mediziner warnen vor bissigen Insekten.

Sie sehen aus wie kleine schwarze Fliegen, ihre Bisse verursachen beim Menschen häufig Blasen, die sich entzünden können und am Ende sogar mit Antibiotika behandelt werden müssen: die Kriebelmücken. Zehn bis 15 Fälle wurden schon in der Rettungsstelle an der Maria Heimsuchung Caritas-Klinik Pankow behandelt. „Mit dieser Mückenart haben wir in Berlin immer häufiger Probleme, weil die Menschen so heftig auf die Bisse reagieren. Deswegen sollten sich die Berliner unbedingt davor schützen. Da diese Mückenart vor allem im Freien angreift, rate ich, nicht barfuß durch Wiesen zu laufen, sondern lange Kleidung und geschlossene Schuhe draußen zu tragen“, sagt Dr. Uwe Gentkow, Leiter der Rettungsstelle. Aber auch die Stiche von anderen Arten wie der Gemeinen Stechmücke oder den Gnitzen können Entzündungen und Schwellungen am ganzen Körper verursachen. „Entweder sind mit dem Stich Bakterien ins Blut gelangt, die Schmerzen und Fieber auslösen, oder die Personen leiden an einer Allergie gegen das Insektengift“, sagt Dr. Uwe Gentkow. In beiden Fällen gilt: Die Wunde erst desinfizieren und dann mit einem kühlenden Verband umwickeln. Im Zweifel sollte man den Hausarzt oder die Rettungsstelle aufsuchen. In der Caritas-Klinik in Pankow werden jährlich 400 bis 500 Fälle von Insektenstichen einschließlich Zeckenbissen behandelt.

Vor dem Zika-Virus kann der Oberarzt Entwarnung geben. „In unseren Gefilden ist die für das Virus vor allem verantwortliche Ägyptische Gelbfiebermücke nicht heimisch. Um sich vor Kriebelmücken und anderen Insekten zu schützen, helfen schon einfache Maßnahmen: Fliegengitter und Moskitonetze zu Hause anbringen. Keine Parfüms und parfümierte Kosmetika draußen benutzen. Wohnräume bei ausgeschaltetem Licht lüften.

red.