Tödliche Schüsse im Klinikum

Anschlag: Patient tötete womöglich aus Verzweiflung.

Am Dienstag reihte sich der Mord im Klinikum Benjamin Franklin nahtlos in die Reihe bundes- und weltweiter Schreckensmeldungen. In der Klinik hatte gegen 13 Uhr ein 72-jähriger Patient auf einen Arzt geschossen und die Waffe danach gegen sich selbst gerichtet. Trotz Not-Operation erlag der Kieferorthopäde kurze Zeit später seinen Verletzungen, er hinterlässt zwei Kinder. Die Polizei rückte mit einem Spezialeinsatzkommando an. Gegen 14:15 Uhr twitterte die Polizei, die Situation sei unter Kontrolle. Bereits in den Tagen zuvor lösten sich in den Medien Amokläufen wie in München und Terrorakte wie in Nizza, Ansbach und Würzburg ab. Der Täter in Steglitz war viele Jahre Patient seines späteren Opfers. Über das Motiv gab es auch am Tag nach der Tat keine Klarheit – womöglich sei es eine Verzweiflungtat gewesen. Trotzdem: „Es ist eine unfassbar niederträchtige und grausame Tat“, sagt Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU).

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