Greifvögel vergiftet

Zeugen gesucht, Belohnung ausgesetzt.

Bereits im Februar fand eine Besucherin einen toten Habicht auf dem Friedhof in der Wollankstraße. Sie alarmierte den Naturschutzbund Berlin (NABU), der den toten Vogel barg und zur Wildvogelstation im Forsthaus Wuhletal brachte. Dort wurde er für spätere Untersuchungen eingefroren. Als dann auch noch wenig später zwei flugunfähige Mäusebussarde gefunden wurden, zeigte sich André Hallaum, Leiter der NABU-Wildvogelstation, alarmiert: Bei einer solchen Fundhäufung auf so engem Raum ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um illegale Greifvogelverfolgung handelt. Hallau ließ die beiden angeschlagenen Greife sofort in die Kleintierklinik der Freien Universität Berlin bringen. Noch am selben Tag meldete die Klinik, dass beide Bussarde deutliche Symptome einer Vergiftung aufwiesen. André Hallau gab die Informationen direkt an das Komitee gegen den Vogelmord weiter. Das Komitee veranlasste eine Untersuchung des toten Habichts. Die Ergebnisse liegen vor: Der Habicht starb laut Gutachten des IZW an einer Vergiftung durch das in der gesamten EU verbotene Insektizid Methomyl, das für Mensch und Tier sehr gefährlich ist. Jetzt hat das Komitee eine Belohnung (2.500 Euro) für zweckdienliche Hinweise ausgesetzt. Zeugen werden gebeten, sich unter (0228) 66 55 21 zu melden.

red., Bild: www.birdpictures.de