Sportfest in der Kaserne

Integration: Kommando Luftwaffe gewann gegen Asylsuchende beim Fußball.

Um den Asylsuchenden in der Gatower General-Steinhoff-Kaserne die Möglichkeit zu geben, auf dem anliegenden Sportplatz Fußball zu spielen, veranstaltete Oberstleutnant Nils Heiko Hutter in Zusammenarbeit mit dem Kommando Luftwaffe letztes Wochenende ein Sportfest.

Gute Stimmung

Schirmherr und Chef des Stabes, Generalmajor Günter Giesa, bot seine Unterstützung an: „Mir wurde der Vorschlag vorgetragen und da habe ich gleich gesagt: Das machen wir! Für mich ist es ein gutes Zeichen, wenn wir zusammen mit den Anwohnern, den Ehrenamtlichen und mit den Asylsuchenden selbst versuchen, vielleicht mal zwei, drei Stündchen Normalität in ihr Leben reinzubringen und die Flüchtlinge aus ihrer doch beengten Unterkunft rauszuholen.“

Parallel zum Sportfest gab‘s ein Fußballspiel zwischen den Bewohnern der Notunterkunft und einem Team des Kommandos Luftwaffe. Der Entstand von 8:2 für die Soldaten war nur von sehr geringer Bedeutung. Die Stimmung war gut, daran konnte das regnerische Wetter nichts ändern. Begeistert wurde auch das Catering angenommen.
Zwei Speisewagen boten verschiedenste orientalische Häppchen an. Dank der Betreibergesellschaft und zahlreicher Spenden war alles kostenlos. In einer kurzen Ansprache dankte Oberstleutnant Hutter allen Anwesenden, die den Weg zum Sportplatz gefunden hatten – unter ihnen auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank. Der zeigte sich sehr erfreut: „Ohne das ehrenamtliche Engagement wären wir gar nicht in der Lage, das alles zu bewerkstelligen. Und dass dann auch noch Partner, wie in diesem Fall das Kommando Luftwaffe, unterstützend tätig sind und uns den Platz für die Nutzung zur Verfügung stellen, finde ich ganz toll.“ Seit mittlerweile zehn Monaten wird die Sporthalle der Kaserne als Notunterkunft genutzt. Aktuell bietet die Sporthalle 120 Menschen, überwiegend aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, Zuflucht. Zum Ende des Jahres soll die Notunterkunft geschlossen und die Sporthalle wieder hergerichtet werden.

Ängste nehmen

Oberstleutnant Nils Heiko Hutter ist ehemaliger Angehöriger des Kommandos Luftwaffe und seit dem ersten Tag in der Flüchtlingshilfe tätig. Mit der Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer hat er ein Netzwerk aufgebaut, das den Bewohnern der Notunterkunft pragmatische Lösungen im Alltag bietet. Zusätzlich wird ihnen die Teilnahme an Deutschkursen ermöglicht. Es sei wichtig, die Anwohner über die Unterbringung der Migranten auf dem Kasernengelände zu informieren, um ihnen die Ängste zu nehmen, meinte Oberstleutnant Hutter. Deshalb hat er eine Internetseite erstellt, auf der sich die Anwohner über Veranstaltungen informieren und Informationen erhalten können. „Innerhalb der Siedlung ist die Lage ruhig. Sicherlich gab und gibt es die ein oder andere Herausforderung. Aber bislang konnte alles mit dem Ziel eines friedlichen Miteinanders gemeistert werden“, erklärte er. Zum Abschluss erwähnte Generalmajor Giesa, dass so ein Event vielleicht wiederholt werden könne.

red, Bild: Luftwaffe / Sven Pohl