Putzen im Park

Pilotprojekt: Reinigung durch die BSR gut angelaufen.

Seit fast zwei Monaten läuft ein Pilotprojekt zur Reinigung von ausgesuchten Parks und Grünanlagen. Im Rahmen des Projekts übernimmt die Berliner Stadtreinigung (BSR) testweise die Reinigungsaufgaben in zwölf Berliner Parks. In Spandau gehört der Münsinger Park dazu. „Es läuft gut, unsere Mitarbeiter bekommen nur positives Feedback“, sagt Sabine Thümler von der BSR. „Besonders Jogger und Spaziergänger bedanken sich für die sauberen Parks.“ 100 Mitarbeiter, 50 Frauen und 50 Männer, wurden dafür neu eingestellt. Außerdem stehen 15 Fahrzeuge zur Verfügung. Die BSR überprüft auch die Anzahl der Abfallbehälter in den Parks und installiert – wo nötig – zusätzliche Mülleimer. Die Einsatzkräfte reinigen in den Anlagen die Wege, die Grünflächen und leeren Abfalleimer. Ein Problem stellen die vielen Kronkorken dar. Sie sind oft festgetreten und lassen sich nur mühsam entfernen. Die Reinigung erfolgt bedarfsgerecht, das heißt, die Häufigkeit hängt davon ab, wie stark der jeweilige Park von Besuchern frequentiert wird. Gereinigt wird übrigens auch am Wochenende und an Feiertagen. Der SPD-Abgeordnete Joschka Langenbrinck (SPD) stellte in einer schriftlichen Anfrage bei Christian Gaebler von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt die Frage nach den Kosten und der Dauer des Pilotprojekts. „Es hat eine Laufzeit bis zum 31.Dezember 2017. Auf Grundlage der Ergebnisse wird entschieden, ob das Land Berlin dem BSR auch in größerem Umfang die Zuständigkeit für saubere Parks überträgt. Getestet werden soll auch eine Mehrreinigung an touristischen Hotspots.“ Das Budget betrüge maximal rund 7,3 Millionen Euro pro Jahr. Eine Überschreitung sei nicht vorgesehen. Angaben über die tatsächlichen Kosten des Pilotprojekts würden erst im weiteren Verlauf beziehungsweise nach Abschluss zur Verfügung stehen. BSR-Chefin Dr. Tanja Wiel-goß freut sich: „Künftig können sich die Fachleute der Grünflächenämter auf die Pflege konzentrieren und die Reinigungsprofis kümmern sich um die Sauberkeit. Das ist eine Aufgabenverteilung, von der die Berliner profitieren.“

Red/AW, Bild:Imago/Götz Schleser