Gleislinse nimmt wichtige Hürde

Stadtentwicklung: Zauneidechsen werden umgesiedelt / Erschließung ab Herbst.

Groß sind die Erwartungen an die Entwicklung des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahnbetriebswerkes Schöneweide. Mit 40 Hektar ist die Gleislinse einer der bedeutendsten und flächenmäßig größten kommenden Gewerbestandorte Berlins.

Lange Zeit beherrschte ein Streit über die Gewährleistung des Artenschutzes die Debatte über das Projekt: Jetzt wurde damit begonnen, mehrere Tausend Zauneidechsen, die seit Langem auf dem Areal zwischen Adlershof und Johannisthal heimisch sind, in den Landschaftspark Herzberge umzusiedeln. Dieser Schritt ist, neben dem behutsamen Umgang mit dem denkmalgeschützten Gebäudebestand, einschließlich der Weiternutzung durch den Verein der Dampflokfreunde e.V., eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung des Geländes. Bis zum September soll die erste Phase der Umsiedlung abgeschlossen sein. Das Planungsrecht für die Gleislinse wurde mit dem Bebauungsplan im März geschaffen. Die Erschließungsarbeiten beginnen im kommenden Herbst, so die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. An dem Standort sollen Grundstücke in allen Größenordnungen zur Verfügung stehen – vorwiegend für produzierendes Gewerbe, aber auch für Dienstleistung, Einzelhandel und Gastronomie. Eine Fuß- und Radwegebrücke wird voraussichtlich ab dem Jahr 2020 die Gleislinse mit den Wohn- und Erholungsgebieten östlich des Adlergestells verbinden.

nm/red., Bild: imago/blickwinkel