Wenn Mama spritzt

Prävention: Patenprojekt für Kinder mit suchtkranken
Eltern ausgezeichnet.

Beim Bundeswettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“ zum Thema „Innovative Suchtprävention vor Ort“ ist der Beitrag des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, das Patenschaftsprojekt „Vergiss mich nicht“ für Kinder aus suchtbelasteten Familien, auf dem ersten Platz gelandet. Das Patenschaftsprojekt „Vergiss mich nicht“, Träger ist das Diakonische Werke Berlin Stadtmitte e. V., findet neue Zugangswege zu der schwierig zu erreichenden Zielgruppe „Kinder aus suchtbelasteten Familien“, so das Bezirksamt. Das Projekt vermittelt und begleitet ehrenamtliche Patenschaften für Kinder, deren Vater oder Mutter suchtmittelabhängig sind. Hauptziel ist es, die Kinder so zu stärken, dass sie sich stabil und gesund entwickeln können. Ein wichtiger Stabilitätsfaktor ist eine konstante Beziehung zu einer erwachsenen Bezugsperson, die dem Kind Halt gibt und das Selbstbewusstsein stärkt. Der soziale Kontakt zur Patin oder zum Paten bietet dem Kind Anregungen und Hilfestellungen, um akute Belastungssituationen bewältigen zu können. Die Paten arbeiten ehrenamtlich und verbringen einen Nachmittag pro Woche Zeit mit ihrem Patenkind. Ziel ist es, dem Kind eine schöne unbeschwerte gemeinsame Zeit zu geben.

Rund 700 Schüler informierten sich kürzlich beim JugendFilmTag „Nikotin und Alkohol – Alltagsdrogen im Visier“ im Kino UCI Friedrichshain über Alltagsdrogen und den eigenen Konsum. Spielfilme wie „LOL – laughing out loud“ und ein Rahmenprogramm sollten die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema fördern. Lehrkräfte fanden Anregungen zu Klassengesprächen zur Suchtprävention und regionalen Beratungsangeboten, wird mitgeteilt.

nm/red, Bild: Fabian Strauch/Funke FotoServices