Rätselhaft und verstörend

Ausstellung: Hieronymus Boschs Malerei in einer Multimedia-Schau.

Im Einführungsraum erfahren die Besucher alles über das Leben Boschs.

Im Einführungsraum erfahren die Besucher alles über das Leben Boschs.

Nach dem erfolgreichen Auftakt mit „Van Gogh Alive – The Experience“ im vergangenen Jahr hat iVision Entertainment Berlin nun eine weitere, spektakuläre Multimedia-Ausstellung nach Berlin gebracht. Bis Ende Oktober widmet sich die Schau „Hieronymus Bosch. Visions Alive“ in der Alten Münze Berlin, Molkenmarkt 2, dem Leben und Werk des ebenso rätselhaften wie verstörenden Renaissance-Künstlers Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516) in der Alten Münze Berlin.

Einzigartige Produktion

Die Ausstellungsbesucher werden Teil  der Gemälde des Malers.

Die Ausstellungsbesucher werden Teil
der Gemälde des Malers.

Am 9. August 1516, vor 500 Jahren, wurde Hieronymus Bosch in seiner Heimatstadt `s-Hertogenbosch im niederländischen Nordbrabant beigesetzt. Die ganze Welt, vor allem aber seine Heimatstadt (kurz Den Bosch genannt) feiert das Bosch-Gedenkjahr mit großen Ausstellungen. Bosch ist ein zeitloser Künstler, seine Werke sind Inbegriff des spätmittelalterlichen Weltbildes wie auch lesbar als Visionen der Moderne. Kaum ein Künstler wurde so oft zitiert und kopiert. Seine phantastischen Pandämonien inspirierten sowohl Symbolisten, Surrealisten, Dadaisten wie auch Vertreter der psychedelischen Kunst und Musik. Diese einzigartige Multimedia-Produktion ist ein weiterer Beitrag zum Bosch-Gedenkjahr.

Seltsame Kreaturen

Egal, ob sitzend oder wandelnd – die Ausstellung zieht jeden Besucher magisch in ihren Bann. Das ganze Vergnügen dauert insgesamt 35 Minuten und wird ständig wiederholt.

Egal, ob sitzend oder wandelnd – die Ausstellung zieht jeden Besucher magisch in ihren Bann. Das ganze Vergnügen dauert insgesamt 35 Minuten und wird ständig wiederholt.

 

Der Einführungsbereich eröffnet die Ausstellung mit sämtlichen verfügbaren Informationen zu Leben und Schaffen des Künstlers und stellt auch einige eher spekulative Interpretationen seiner Werke vor. Es folgen die drei abgedunkelten Multimedia-Räume: Auf riesigen Flächen und in gestochen scharfer HD-Qualität erweckt ein circa 35-minütiger Loop die Hauptwerke von Hieronymus Bosch zum Leben und unterlegt sie mit ausgewählter Musik. Stehend, wandelnd oder sitzend können die Besucher in die bunten, phantastischen Welten zum Beispiel des „Gartens der Lüste“ eintauchen, die bevölkert sind von seltsamen Hybrid-Kreaturen, monströsen Höllenwesen und anderen Metamorphosen des Schreckens. Bis ins kleinste Detail lassen sich die paradiesischen Utopien und apokalyptischen Visionen betrachten, wird die religiös geprägte Bildsprache der Zeit zwischen Spätmittelalter und Renaissance lebendig, der Hieronymus Bosch seinen höchst eigenwilligen Stempel aufdru?ckte. Damit verfolgt auch diese Ausstellung den neuartigen Ansatz einer niedrigschwelligen Kunst-Präsentation, nicht die originalen Bilder eines Meisters zu zeigen, sondern dem Besucher in einer pulsierenden Symphonie aus Licht, Farben und Musik einen eher emotionalen Zugang zum Künstler und seinem Werk zu ermöglichen.

Weitere Infos zu Tickets und Preise erhalten Sie online:
boschalive.com

red., Bilder: ARTPLAY Media/BOSCH.Visions Alive