Schönheitskur in drei Etappen

Verkehr: Symbolischer Spatenstich für den Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofs am Messedamm.

In den kommenden drei Jahren wird der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) für die kontinuierlich steigende Nachfrage modernisiert und ausgebaut. Gemeinsam mit Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstandsvorsitzende der BVG, setzte Verkehrssenator An- dreas Geisel den symbolischen ersten Spatenstich für den Umbau des 50 Jahre alten ZOB am Messedamm.

Das neue Verkehrskonzept sieht eine Anordnung der Haltestellen im Mittelbereich in zwei Schrägreihen sowie am Außenring im Sägezahnmuster vor. Durch diese Anordnung ist die Nutzung jeder Haltestelle unabhängig von der Belegung der Nachbarhaltestellen möglich. Die Abfertigungszeit wird sich so von heute durchschnittlich 30 auf 15 bis 20 Minuten verkürzen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Haltestellen von heute 27 auf 33. Künftig ist es möglich, pro Stunde mindestens 20 An- und Abfahrten mehr abzuwickeln als heute. Neben der Kapazitätssteigerung steht der barrierefreie Ausbau des ZOB im Mittelpunkt. Der komplette Busbahnhof erhält ein Blindenleitsystem und WC-Anlagen; auch die Ticketschalter und Geschäfte sind künftig barrierefrei zu erreichen. Info-Säulen mit akustischen Ansagen und Notruftasten sichern eine bessere Orientierung und Fahrgastinformation.

Der Umbau wird im laufenden Betrieb durchgeführt. Um diese logistische Herausforderung zu meistern, wird die Modernisierung in drei Bauabschnitte unterteilt. In allen Bauphasen sollen mindestens 21 der bislang 27 Haltestellen genutzt werden können. Im ersten Bauabschnitt werden die heutige Parkplatzfläche der Busse entfernt sowie Kanäle und Leitungen für die neuen Anzeigen verlegt. Der Untergrund wird barrierefrei ausgerichtet. Im Anschluss werden die neuen Dächer der Haltestellen aufgestellt und technisch angeschlossen. Der Umbau wird insgesamt 14,3 Millionen Euro kosten.

red., Bild: Architektenbüro Die Brücke