Neue Heimat für die Umweltbildung

Investition: Grundsteinlegung im Britzer Garten.

Nach fast 30 Jahren entsteht ein neues Umweltbildungszentrum im Britzer Garten. Entstehen wird das 300 Quadratmeter große Gebäude, für das jetzt der Grundstein gelegt wurde, auf dem Gelände des Freilandlabors Britz. Dieses wird für eine Übergangszeit in einen Eisenbahnwaggon umziehen. Das Umweltzentrum wird aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA) finanziert und soll zum Saisonbeginn 2017 fertig sein.

Erfahren und lernen

Insgesamt stehen für die Umgestaltung des Bereichs zwei Millionen Euro zur Verfügung, so die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Das Umweltbildungszentrum wird Menschen aller Altersstufen Bildungsprogramme und Ausstellungen rund um die Themen Natur, Umwelt und Mensch anbieten. Speziell auf jüngere Besucher abgestimmte Aktionen und Angebote sollen es zu einem beliebten Erfahrungs- und Lernort für Kitagruppen und Schulklassen machen. Das Projekt ist eine von 19 Einzelmaßnahmen, die die Grün Berlin GmbH bis 2018 im Britzer Garten umsetzt. Mittel- und langfristig soll so der grüne Ausflugsort für die ganze Familie weiter entwickelt und verschönert werden.

Nestartige Struktur

Der Bau wird größtenteils aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt, dadurch sei der Energieverbrauch um 70 bis 80 Prozent niedriger als bei vergleichbaren Bauten in mineralischer Bauweise, so die Senatsverwaltung. Er zeigt sich als schwebender Pavillon zwischen dem alten Baumbestand. Die vogelnestartige Struktur, aus schräg angeordneten Holzstäben, zieht sich wie ein Band um das Gebäude und lässt die innenliegenden Räume des Umweltbildungszentrums erahnen. Dieses Wechselspiel zwischen Fassade, Umgebung, Außen- und Innenraum macht neugierig und soll Besucher des Britzer Gartens in das Gebäude locken. Ein Ideenwettbewerb lieferte im Jahr 2013 die Entwürfe. Das alte Gebäude wurde zur Bundesgartenschau Berlin 1985 von der IGA München 1983 übernommen und sollte ursprünglich ein halbes Jahr zur Gartenausstellung als „Umweltpavillon“ genutzt werden. Aus dem Provisorium wurde eine langjährige Lösung.

nm/red, Bild: Lutz Griesbach