Linienvarianten gar nicht geprüft

Linie S7: S-Bahn-Chef Peter Buchner kündigt sogar weitere Einschränkungen an.

In einem gemeinsamen Brief haben sich der Lichtenberger Bundestagsabgeordnete Dr. Martin Pätzold und der Landesabgeordnete Danny Freymark (beide CDU) an den Berliner S-Bahn-Chef Peter Buchner gewandt, um ihre Forderung zur Aufhebung der vorgesehenen Linienverkürzung der S 75 und S7 bis Ostbahnhof zurückzunehmen. Der S-Bahn-Chef räumt in seinem Antwortschreiben ein, dass sich zwar andere Linienvarianten realisieren ließen, diese aber bisher nicht geprüft worden seien. Für den Hohenschönhausener Abgeordneten Danny Freymark zählen darüber hinaus einige bislang vorgebrachte Argumente zur S7/S75-Kürzung weiterhin nicht: „Das Argument, mit der Tram M4 bestehe bereits eine Verbindung zur Innenstadt, zählt nicht. Zum Stadtzentrum gehören auch die Friedrichstraße und die City-West – die werden von der Tram nicht erreicht. Bis heute fand zudem nach meiner Kenntnis keine Prüfung statt, ob die beiden Linien S7 und S75 möglicherweise gleichberechtigt über den Ostbahnhof hinausfahren könnten.“ Aus dem Brief des S-Bahn-Chefs sei außerdem zu erfahren, dass baubedingt sogar noch weitere Einschränkungen auf der S-Bahnlinie S75 bis Mitte 2018 zu erwarten seien. Wegen der Umbauarbeiten am Bahnhof Ostkreuz wird ab August 2017 jeder zweite Zug außerhalb der Hauptverkehrszeit in Lichtenberg enden. Und ab Dezember 2017 werden auch in der Hauptverkehrszeit die Züge für einige Monate nur bis Ostkreuz fahren können. Martin Pätzold kündigte nun weitere Schritte an. Mit einer groß angelegten Unterschriftenaktion sowie einem entsprechenden Antrag seiner Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung möchte er die Anstrengungen fortführen, um die S7-Kürzung doch noch zu verhindern.

red., Bild: Stefan Bartylla