Tegel leuchtet knallrot

Lebensrettertag: Imposante Technik zwischen Fußgängerzone und Gorkistraße.

„Alles im Lot, die Besucher können kommen“, sagt Stefan Sträubig, Leiter des Berliner Feuerwehrmuseums an der Reinickendorfer Veitstraße, mit Blick auf den Lebensrettertag am Sonnabend, 25. Juni. Erstmals sind die Organisatoren über das Museumsgelände hinaus gegangen und haben ein Stück Berliner Straße gesperrt, um die imposante Technik zwischen den Fußgängerzonen Alt-Tegel und Gorkistraße ordentlich präsentieren zu können. „Das war nicht einfach zu regeln, aber die Mühe hat sich gelohnt. Tegel leuchtet am Sonnabend knallrot“, lacht Stefan Sträubig.

Denn fast alle sind dabei, die in Berlin mit Lebensrettung zu tun haben – natürlich die Berufs-, Betriebs – und die Freiwilligen Wehren, die Polizei, das Technische Hilfswerk (THW), der ADAC, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die Bundeswehr. Mehr als 100 Vertreter ihrer Organisationen zeigen an Ständen und Stationen, was sie so draufhaben, um Gefahrensituationen zu meistern und Leben zu retten.
Mitgebracht haben sie Historisches und Hochmodernes: Dampfdruckspritze und Drehturmleiter aus der Zeit um 1900 sind mit die ältesten Museumsexponate und kein Vergleich zu den heutigen Einsatzfahrzeugen. Clou ist die Mobile Atemschutzstrecke (MobAS) – ein 20 Meter langer Sattelschlepper der Berliner Feuerwehr. Der ADAC bringt einen Überschlagsimulator mit; das THW baut eine Brücke. Es gibt Fahrten mit der großen Drehleiter, Hüpfburgen, Imbissstände, die Band „Super 8“ spielt auf, zahlreiche Aussteller bieten themenbezogene Produkte an.

Reinickendorfs Bürgermeister Frank Balzer, Schirmherr der Veranstaltung, begrüßt die Gäste um 12 Uhr. Das wird ein turbulenter, ereignis- und erlebnisreicher Tag in Alt-Tegel. „Gewiss kommen wieder einige Tausend Besucher; mehr als beim letzten Mal“, freut sich Sträubig. Er dankt allen, die den „Lebensrettertag“ möglich machten – so unterstützte beispielsweise die „Initiative Reinickendorf“ seine Ausrichtung mit 3.500 Euro.

Jürgen Zweigert / Bild: U.Lindert/FFB