Forschung im Auge des Tigers

Lange Nacht der Wissenschaften lockt in Lichtenberg.

Das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung ist der spannendste Forschungsort, den Lichtenberg zu bieten hat. Hier kämpfen Wissenschaftler um die Wiederansiedlung von Luchs und Wolf, um den Fortbestand des Java-Leoparden oder die Rettung des nördlichen Breitmaulnashorns.

Kleine Stars

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Das ist aber mal ordentlich durchleuchtet

Die Arbeit der Wissenschaftler dreht sich um die Krankheiten von Wildtieren und den Möglichkeiten von Nachzuchten bedrohter Tierarten. Kinder und auch Erwachsene, die diese tolle Arbeit von allerhöchstem internationalen Rang einmal kennen lernen möchten, haben an den kommenden beiden Wochenenden Gelegenheit dazu. Die Wissenschaftler präsentieren am 11. und am 18. Juni zur langen Nacht der Wissenschaften und zum Tag der offenen Tür ihre Forschungsgebiete, bei denen die Riesen der Zoologie genauso eine Rolle spielen, wie die kleinen Stars der Tierwelt. Allein das Spektrum im Archiv der medizinischen Untersuchungsbilder des Instituts reicht von Elefanten, Nashörnern, Giraffen, Walen und Haien bis zu Nacktmullen, Ratten und Meerschweinchen. Und die besten Tieraufnahmen macht das Institut gleich selbst, schließlich verfügt man über einzigartige Ultraschall- und Computertomographietechnik, mit der schon so manchem Tiger tief ins Auge geschaut wurde.

Große Tiere

Am 11. Juni startet das Leibniz Institut um 18 Uhr zur langen Nacht der Wissenschaft auf dem Campus Adlershof in Köpenick mit einem tollen Vorlesungs- und Mitmachprogramm, das Gäste und Wissenschaftler auf eine spannende Reise durch die Biodiversitäsforschung begleitet. Hier kann jeder etwas über Artenschutz, Evolutionsökologie und -genetik, Wildtierkrankheiten, Reproduktionsbiologie und -management lernen. In der Woche darauf, am 19. Juni, gibt das Institut seinen Tag der offenen Tür. Hier kann auch ein Blick in die Röhre geworfen werden., in denen sonst die großen und kleinen Tiere dieser Welt auf Eigenarten per Durchleuchtungstechnik untersucht werden. Klar, gibt es hier auch das große Mitmachprogramm, in dem Kamerafallen vorgeführt werden, mit denen Wildtiere unbemerkt beobachtet werden können. Hier erraten Besucher an Original-Exponaten, welche Schädel zu welchem Tier gehören, und beim Blasrohrschießen kann sich jeder einen Eindruck davon verschaffen, auf welche Schwierigkeiten Veterinäre stoßen können, wenn sie Tiere in der freien Wildbahn betäuben wollen. Ein Wildtierquiz und Vogelstimmenraten sorgen auch an diesem Tag für so manchen Überraschungseffekt.

Stefan Bartylla / Bilder: Leibnitz-Institut / Guido Fritsch