Es geht auch ohne Torf

Aktion: Kreuzberger Gärten zeigen umweltfreundliche Gärtner-Methoden

Die Gartensaison ist eröffnet und deutschlandweit lachen einen die ersten farbenfrohen, liebevoll gestalteten Balkone und Gärten an. Der Andrang auf Blumen- oder Pflanzenerde ist entsprechend groß. Was viele nicht wissen: fast alle verkäuflichen Blumenerden bestehen überwiegend aus Torf – dem Hauptbestandteil von Mooren.

In Kreuzberg können jetzt Gärten besichtigt werden, der torffreies und umweltschonendes Gärtnern in den Mittelpunkt stellt. Die Anlagen hat der Naturschutzbund Deutschland (Nabu)  in der Wiener Straße 59 und in der Reichenberger Straße 38 eingerichtet. Die Aktion „Torffrei gärtnern“ startet in Berlin und „reist“ danach auch in viele andere deutsche Städte – mit mobilen Gartenoasen als Informations- und Erholungspunkte.Der Nabu weist auf die weitreichenden Folgen des Torfabbaus hin. Wenn Torf abgebaut wird, stirbt ein Moor nach und nach. Es wird entwässert und zerstört, eine große Tier- und Pflanzenvielfalt geht verloren und riesige Mengen Kohlenstoff werden freigesetzt – ein wesentlicher Antriebsmotor für den Klimawandel. Moore bedecken nur zwei Prozent  der weltweiten Landfläche, speichern aber doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder, so der Nabu. Zudem wachsen Moore nur sehr langsam.

nm