Union trainiert Geflüchtete

Sport: Zweitligist beteiligt sich an einem bundesweiten Integrationsprogramm.

Immer mehr Geflüchtete finden in Treptow-Köpenick eine neue Bleibe. In Rahnsdorf und anderen Ortsteilen haben sich in letzter Zeit Willkommensinitiativen gegründet. Auch im Sport tut sich einiges. Der 1. FC Union Berlin macht mit beim bundesweiten Programm „Willkommen im Fußball“. Kürzlich fand das erste Training für Flüchtlinge statt.

Soziale Verantwortung

„Wir freuen uns, offizieller Träger dieses Programms sein zu können“, so Cornelia Laudamus, die zuständige Leiterin für Schule und Soziales beim Zweitligisten. Die Teilnahme am Programm sei ein weiterer Baustein des 1. FC Union Berlin, soziale Verantwortung wahrzunehmen und die Integration von Geflüchteten in ihr neues Berliner Umfeld aktiv zu begleiten. „Der Fußball hat eine enorme Strahlkraft, die wir uns schon seit Jahren zu Nutze machen, um gesellschaftliches Miteinander zu fördern.“

Derzeit bietet der Club dienstags (15.30 Uhr und 17.00 Uhr) das Training I für Minderjährige bei Askania Coepenick (An der Wuhlheide 161) statt. Eine weitere Trainingseinheit wird mittwochs (16 bis 17.30 Uhr) gemeinsam mit dem KSC auf dem Gelände an der Alfred-Randt-Straße 56 angeboten. Dort wird ebenfalls mittwochs ein Training für über 18-Jährige durchgeführt (18 bis 19.30 Uhr).„Willkommen im Fußball“ richtet sich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. Neben Fußballtrainingseinheiten sind regelmäßige Besuche und Aktivitäten in den Jugendfreizeiteinrichtungen, die Zusammen-arbeit in einer Vielzahl an Projekten, Deutschförderung und Beratungsangebote zur Berufsorientierung vorgesehen.

Erster Dialog

Bereits im Februar des vergangenen Jahres hatte Union unter dem Motto „Anstoß zur Begegnung“ Anwohner, Mitglieder und geflüchtete Menschen aus der Unterkunft im Allendegebiet II zu einem Willkommensfest ins Stadion An der Alten Försterei eingeladen. Dabei sei ein erster Dialog zwischen den neuen Nachbarn und den Köpenickern gelungen. Mit der Beteiligung am Projekt der DFB-Stiftung Egidius Braun „1:0 für ein Willkommen“ organisierte der 1. FC Union Berlin zwischen Oktober und Dezember 2015 eine Vielzahl an Sport- und Freizeitaktivitäten für Geflüchtete und wurde damit Partner der Integrationsinitiative im Profifußball, die von der Bundesliga-Stiftung initiiert wurde. Weitere Informationen dazu gibt es hier.

nm/red / Bild: Hupe