Ein Orden für den Pflanzenforscher

Wissenschaft: Professor H. Walter Lack wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Große Ehre für H. Walter Lack: Der Botanik-Professor erhielt das „Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“. Die Auszeichnung ist ein weiterer Meilenstein in der von zahlreichen Erfolgen gekrönten Wissenschafts-Karriere des 66-Jährigen.

Wahlheimat Berlin

Lack habe sich nicht nur im Bereich der wissenschaftlichen Botanik, sondern auch bei der Vermittlung naturwissenschaftsgeschichtlicher Zusammenhänge große Verdienste erworben, sagte Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach (SPD) in seiner Laudatio und hob besonders das Engagement des Professors beim Wiederaufbau der Bibliothek des Botanischen Gartens hervor. „Auch deshalb zählt sie heute zu den wohl wichtigsten deutschsprachigen Bibliotheken überhaupt und ist damit zentraler Bestandteil des Berliner Bibliothekssystems. Sie haben damit einen entscheidenden Beitrag zu der Bedeutung des Wissenschaftsstandorts Berlin geleistet“, lobte Krach weiter. Den gebürtigen Österreicher, der schon im großelterlichen Garten südlich von Wien erste Erfahrungen mit dem Studium der Pflanzenwelt sammelte, dürfte diese offizielle Anerkennung in seiner Wahlheimat gefreut haben. 1975 kam er nach Berlin, wurde hier später Direktor am Botanischen Garten und Botanischen Museum Dahlem und Professor an der Freien Universität. Und in diesen 40 Jahren ist ihm Dahlem ans Herz gewachsen. „Hier sind meine Kinder groß geworden und ich kenne auf meinem Gebiet keinen besseren Arbeitsplatz in ganz Europa“, schwärmt Lack über seinen Lieblingsbezirk. Über 360 Veröffentlichungen zählt die Publikationsliste des Spitzenforschers. 2014 zeichnete ihn die Linnean Society of London mit ihrer „Linnean Medal“ für sein Lebenswerk aus und schon vorher wurde er unter anderem von seinem Heimatland Österreich und der Deutschen Gartenbaugesellschaft geehrt.

Philip Aubreville / Bild: Botanischer Garten