Abenteuer in der Nachbarschaft

Der Museumstag lockt mit spannenden Einblicken für Familien.

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In der Archenhold-Sternwarte wird das längste Linsenfernrohr der Welt vorgestellt

Die Welt der Tiefsee zählt zu den geheimnisvollsten Teilen der Erde. Welchen technischen Geräte ermöglichen es, dass sich Unerschrockene immer wieder in diese dunklen Sphären hinab wagen und ihre Erlebnisse auch noch dokumentieren? Antworten auf diese Fragen gibt es am 22. Mai im Sporttaucher-Museum des Tauchsportklubs Adlershof (Wendenschloßstraße 420). Zum Internationalen Museumstag wird dort ein besonderes Familienprogramm geboten. Zwischen 10 und 18 Uhr gibt es viele Highlights zum Staunen und Mitmachen. Staunen können Besucher an diesem Tag auch in der Archenhold-Sternwarte (Alt-Treptow 1). Mit einer Länge von 21 Metern befindet sich dort das längste Linsenfernrohr der Erde. Bei einer Führung (15 bis 16 Uhr) wird das Riesenfernrohr vorgeführt und seine Funktionsweise erklärt. Zwischen 14 und 15 Uhr können sich Kinder unter dem Motto „Als der Mond zum Schneider kam“ obendrein eine unterhaltsame Lektion in Sachen Mondkunde erteilen lassen. Auch für diese Veranstaltung gilt: Der Eintritt ist frei.

Außergewöhnliche Führungen

Der 39. Internationale Museumstag steht unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“. Museen enden nämlich nicht an ihren Mauern oder Zäunen, sondern sie überschreiten Grenzen – zu anderen Kultursparten, zur Umwelt, zum Umfeld und zur Region. In Berlin sind diesmal rund 50 Museen mit über 100 Aktionen dabei. Viele von ihnen öffnen Türen, die sonst verschlossen sind, oder nehmen ihre Besucher mit auf außergewöhnlichen Führungen. Dabei locken gerade für Kinder und Familien Erfahrungswelten verschiedenster Art.

Gelungene Flucht

Zum Beispiel in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfeld (Marienfelder Allee 66/88). Ein Poesiealbum, ein Rucksack, ein Feuerlöscher: Welche Geschichten von gelungener oder gescheiterter Flucht stehen hinter diesen alltäglichen Gegenständen? Bei einer Führung können Kinder von 14 bis 17 Uhr alles zum Thema Flucht erfahren. Begleitet von Mitarbeiterinnen begeben sich die Kinder auf Entdeckungstour durch die Dauerausstellung. Um 15.30 Uhr liest Merle Hilbk aus ihrem unveröffentlichten Roman „Das schönste Dorf am schönsten Fluss der Erde“, der die abenteuerliche Geschichte einer Familie, die nach Russland auswandert und 200 Jahre später nach Deutschland zurückkehrt, erzählt. Von 15 bis 18 Uhr bietet die Deutsche Bank KunstHalle, Unter den Linden 13-15, einen Familienworkshop an. Unter dem Motto „Tierisch gut!“ wird die Ausstellung von Basim Magdy erkundet. In Magdys Filmen, Zeichnungen und Gemälden begegnen die Besucher immer wieder Tieren. Mit unterschiedlichen Materialien werden im Workshop die Lebensräume und Eigenschaften der Tiere veranschaulicht und eigene Tierwelten gestaltet.

nm/mw / Bilder: Thinkstock/Hemera/Olga Khoroshunova / SDTB/Frank-Michael Arndt 2011