Adlershof im Höhenflug

Wirtschaft: Mehr Neuansiedlungen am High-Tech-Standort.

Der Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof hat auch im vergangenen Jahr ein beachtliches Wachstum erzielt. Insgesamt wurden dort 60 Unternehmen angesiedelt (2014: 52), 44 (2014: 34) verließen den Standort. Darüber informiert die Wista Management GmbH.

Die Zahl der Beschäftigten stieg um 4,6 Prozent (2014: 5,2 Prozent) auf 6.134. Die Umsätze legten um 6,8 Prozent (2014: 3,5 Prozent) auf 766 (2014: 718) Millionen Euro zu. Hinzu kommen Fördermittel in Höhe von insgesamt 17 Millionen Euro (2014: 10 Millionen Euro). Der Förder- beziehungsweise Drittmittelanteil am Budget der sechs Institute der Humboldt-Univer­sität zu Berlin (HU) betrug 31 Millionen Euro, die Grundfinanzierung belief sich auf 49 Mio. Euro (2014: 48 Millionen Euro). Bei den zehn außeruniversitären Instituten lagen Haushaltsmittel mit 134 Mio. Euro (2014: 132,3 MillionenEuro) etwas höher als im Vor­jahr. In der Medienstadt gingen die Umsätze der 140 Unternehmen allerdings um 2,3 Prozent auf 209,1 Millionen Euro zurück. Fördermittel wurden von den Unternehmen nicht mehr in Anspruch genommen. Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter stieg um 1,6 Prozent auf 1.246, die der freien Mitarbeiter sank hingegen um 12,8 Prozent auf 678. Die Umsätze und Haushaltsmittel der Unternehmen und Einrichtungen im übrigen Areal stiegen 2015 um 1,3 Prozent auf 638,6 Millionen Euro. „Der hochsubventionierte Technologiepark hat sich mittlerweile zum überwiegend privat finanzierten Hightech-Standort gewandelt“, so Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU). „Diesen Trend wollen wir weiter befördern: durch Akquisition, Internationalisierung und serviceorientiertes Standortmanagement.“ Im Gesamtgebiet der Wissenschaftsstadt Adlershof lagen 2015 die Umsätze, Haushalts- und Fördermittel mit 1,887 Milliarden Euro um 3,4 Prozent über denen des Vorjahres. In 1.013 Unter­nehmen arbeiten insgesamt 15.943 Menschen. Hinzu kamen 6.524 Studenten. Die Geschäftsentwicklung für 2016 schätzen die Unternehmen im Wissenschafts- und Technologiepark optimistisch ein: 52,9 Prozent (2014: 57 Prozent).

nm/red / Bild: imago/Schöning