Ausstellung über „Berlins grüne Orte“

Kultur: Ein Jahr vor der Internationalen Gartenausstellung zeigt die Senatsverwaltung Oasen in der Hauptstadt.

Ein Jahr vor der Internationalen Gartenausstellung, IGA Berlin 2017, zeigt sich Berlin von seiner grünsten Seite. Das Netzwerk „Berlins grüne Orte“ stellt Grün- und Waldflächen in ganz Berlin vor, die in enger Zusammenarbeit mit den Berliner Bezirken ausgewählt wurden. Zu sehen sind die Oasen jeweils montags bis samstags zwischen 10 und 18 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Am Köllnischen Park 3 im Lichthof im Erdgeschoss (rechter Ausstellungsraum). Präsentiert wird hier etwa der Stadtpark Steglitz – ein richtiger Kiezpark!

Vor gut 100 Jahren war Steglitz die größte Gemeinde Preußens und ließ ein Naherholungsgebiet für ihre Bevölkerung anlegen. Das heutige Gartendenkmal war von vornherein als Erholungsort für die Anwohnerinnen und Anwohner gedacht. Die Wiesen waren zum Spielen freigegeben und im Sommer wurde Musik geboten.

Und so ist der Stadtpark Steglitz auch heute hochbeliebter Ort für Spaziergänger, Minigolfspieler, Sonnenbader und Kinder. Die Kleinen können entweder einen der drei Spielplätze nutzen – derjenige an der Goebenwiese ist unlängst zum Thema „Piraten“ neu gestaltet worden –, auf Hügeln herumtollen oder sich hinter den verwunschenen Weiden verstecken. Es gibt hier aber auch die Verkehrsschule, wo Kinder Radfahren lernen oder ihren Geburtstag feiern. Hier trifft sich der Kiez, hier schlägt das grüne Herz von Steglitz.

Und wer weiß, vielleicht trifft man hier auf einen Nachfolger Franz Kafkas, der einst einem weinenden Mädchen erzählte, dass ihre verloren gegangene Puppe nur auf Reisen war und der Kleinen dann die berühmten „Puppenbriefe“ schrieb. Möglich, dass sich auch heute noch Künstlerinnen und Künstler hier Inspiration bei einem Spaziergang holen. Die Ausstellung wird bis zum 23. Juni gezeigt und bietet Bilder aus allen Bezirken, zum Beispiel vom Lindenufer in Spandau.

red