Hilfe in kalter Stadt

Stadtmission: 43.691 wohungslose Menschen fanden Quartier.

Die Berliner Stadtmission ist überzeugt, mit ihrer Kältehilfe erheblich dazu beigetragen zu haben, dass tausende Menschen ohne Schaden zu nehmen, durch den Winter gekommen sind. Kältebus, drei Kälte-Notübernachtungen und ein Nachtcafé der Berliner Stadtmission bieten ein breit gefächertes Hilfenetz für wohnungslose Menschen, die sich in Berlin aufhalten. Bis einschließlich 29. März verzeichnete die Stadtmission 43.691 Übernachtungen, davon 40.439 Männer und 3.252 Frauen. Dies ist noch einmal höher als im letzten Jahr und ist fast die Hälfte aller 105.000 Übernachtungen der gesamten Berliner Kältehilfe.

Sichere Schlafstätte

Medizinisch wurden von der Berliner Stadtmission bis Ende März 1.708 Patienten in der Ambulanz, der Mobilen Ambulanz und in Pflegezimmern der Berliner Stadtmission versorgt. Die Patienten in zwei Pflegezimmern blieben zwischen drei Tagen und bis zu vier Wochen. Die Notübernachtung in der Lehrter Straße ist für viele verzweifelte Obdachlose die einzige Möglichkeit, eine sichere Schlafstätte und medizinische Versorgung zu erhalten. Rollstuhlfahrer benötigen einen besonders hohen Pflegeaufwand. Es geht um Hygiene und Pflege, dazu gehört Duschen, Windeln anlegen, Wunden versorgen, trösten und einen Schlafplatz anbieten, der für besondere Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern angelegt ist. Obwohl in diesem Winter die Temperaturen recht mild waren, starb am Kurfürstendamm ein wohnungsloser Mensch eindeutig an Unterkühlung. Die Trauer um ihn zeigt auf, wann unterstützende Hilfe ihre Grenzen findet. Wer allem Anschein nach seinen Zustand voll verantwortlich wahrnimmt und Hilfeangebote nicht annehmen möchte, darf nicht gegen seinen Willen zum Beispiel vom Kältebus-Team mitgenommen werden. In seinem 21. Winter war der Kältebus der Berliner Stadtmission wieder in jeder Nacht zwischen 21 und 3 Uhr unterwegs auf der Suche nach denen, die kein Zuhause und keine Unterkunft haben. Neben dem Transport von Hilfebedürftigen stand die Versorgung derer, die lieber für sich bleiben wollten, im Mittelpunkt des Dienstes von Kältebusfahrer Tobias Hanßmann und seinem Team.

Wichtiger Auftrag

Da der Winter recht mild war, konnten sich die Mitarbeitenden genügend Zeit für die persönliche Ansprache nehmen. Dies ist ein wichtiger Auftrag vom Kältebus. Viele der Menschen, die besucht wurden, haben kaum Kontakte zu anderen und sind komplett ausgegrenzt. Die Mitarbeitenden vom Kältebus sind häufig die einzigen Helfer, die sie zu Gesicht bekommen. Bei Bedarf gab das Kältebus-Team neben Kaffee oder Tee auch einen warmen Schlafsack weiter. Dies war möglich, da wir auch in diesem Jahr von vielen großzügigen Spendern unterstützt wurden.

red