Nicht schön, aber sicher

Bauzustand: In den U-Bahnhof Ullsteinstraße regnet es hinein.

Zugegeben, der U-Bahnhof Ullsteinstraße ist nicht schön und schon gar nicht renoviert, aber das ist in dieser Stadt normaler Alltag. Es gibt wahrlich andere marode Bahnhöfe – Deutsche Oper zum Beispiel. Gerwald Claus-Brunner, Abgeordneter der PIRATEN, wollte dennoch vom Senat eine Erklärung zum Zustand des Tempelhofer U-Bahnhofs.

Normale Alterung

Woran liegt es, dass Wasser durch die Decke des U-Bahnhofs dringt? Und was wird kurzfristig und langfristig getan, um eine Gefährdung der Kunden zu vermeiden? Der Senat hatte die Anfrage an die BVG weitergeleitet und die teilte mit, dass die Fugen sowie die Außendichtung der Decke im Zuge der normalen Alterung (Baujahr 1961 bis 1966) stellenweise undicht seien. Außerdem würden die Bauwerke der U-Bahn regelmäßig geprüft – die Verkehrs- und Betriebssicherheit sei jederzeit gegeben. Eine Gefährdung existiere nicht. Kurzfristig könne im geschädigten Fugenbereich eine Rinne installiert werden, die das durchsickernde Wasser auffängt und ableitet. Mittelfristig werde auf der Grundlage von Gutachten eine Fugensanierung geplant und durchgeführt. Eine Grundsanierung des Bahnhofes sei ab 2019 geplant. Die Sanierung der Fugen wird unabhängig davon umgesetzt. Leider konnte Markus Falkner, Pressesprecher der BVG, keine weiteren Einzelheiten mitteilen oder die Kosten für die Sanierung beziffern.

„Der Bahnhof Ullsteinstraße steht zwar mittelfristig auf unserer Liste, da er aber baulich nicht zu unseren ,Sorgenkindern‘ zählt, gibt es dafür zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Planungen.“

Text und Bild: Anke Walter