Junghasen jetzt nicht stören

Natur: Feldhasenjunge auf keinen Fall berühren.

Wie jedes Jahr ab Frühlingszeit kann es passieren, dass der aufmerksame Spaziergänger ein auf der Erde geducktes Feldhasenjungtier zu Gesicht bekommt. Dass solch‘ ein Jungtier alleine auf offener Wiese zu finden ist, bedeutet jedoch nicht, dass es Hilfe benötigt. Denn Feldhasen-Mütter legen Ihre Jungtiere voneinander entfernt einzeln ab und besuchen diese nur zweimal am Tag zum Säugen. In der restlichen Zeit ist der Nachwuchs auf sich allein gestellt und durch sein regungsloses Verharren und seinen noch nicht vorhandenen Eigengeruch bestens vor Fressfeinden geschützt. „Diese Situation wird häufig missverstanden“, sagt der Lichtenberger Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Wilfried Nünthel (CDU) aus aktuellem Anlass und warnt zugleich: „In guter Absicht nehmen einige die Feldhasenjungtiere dann zur Pflege mit nach Hause“, erläutert der Stadtrat in einer Aktuellen Pressemitteilung,

Allein das Anfassen eines solchen Tieres hat verheerende Auswirkungen. Es nimmt den Geruch des Menschen auf und wird von seiner Mutter nicht mehr angenommen. Dies führt zwangsläufig zum Tod durch Verhungern. Wer also ein scheinbar verwaistes Jungtier finden sollte, kann davon ausgehen, dass das Muttertier sich in unmittelbarer Nähe befindet und sich um ihr Junges kümmert.

red/ylla