Ein „Lichtblick“ für Lichtenrade

Neue Räumlichkeiten für Familienangebote wurden feierlich eröffnet.

In Nord-Lichtenrade gibt es seit kurzem einen „Lichtblick“. Der bisherige Träger vom Nachbarschafts- und Familienzentrum in der Finchleystraße, AHB Berlin Leipzig gGmbH, hat am Lichtenrader Damm 87 (in der Nähe vom Lichtenrader Tor/Potsdamer Straße) mit einer Eröffnungsfeier sein Familienangebot am neuen Ort vorgestellt.

Sparkasse spendet

Carsten Otto und Susanne Goronzy von der Berliner Sparkasse überreichten zur Neueröffnung einen Scheck über 2.000 Euro. Die Berliner Sparkasse unterstützt seit Jahren viele Kiezprojekte. Eine Spende, die für die verschiedenen Familienaktivitäten sicher gut angelegt ist. Lichtblick-Einrichtungsleiterin Caroline Sommer und AHB-Geschäftsführer Roland Stähle freuten sich über diese Starthilfe. Zur Eröffnungsfeier kamen auch verschiedene Vernetzungspartner. Und das Netzwerk ist beachtlich. Vom Jugendamt besuchten Jugendamtsleiter Rainer Schwarz und von der Jugendförderung Bereichsleiter Manfred Schulz die neue Einrichtung. Auch waren andere Institutionen, Schulen und Träger Gast in den neuen Räumen. Aber auch kleine und große regelmäßige Gäste der Einrichtung waren dabei und erfreuten sich am bunten Buffet.

Die Räumlichkeiten liegen nicht mehr in unmittelbarer Nähe der John-Locke- Siedlung, sind jedoch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Nord-Lichtenrade nun Familienangebote vorweisen kann. Bisher wurde der Stadtteil mit einem vergleichbaren Angebot kaum erreicht. Dort, wo der Ausläufer von Alt-Lichtenrade auf den Lichtenrader Damm trifft, hat der Träger Räumlichkeiten gefunden. Mit den zwei Räumen über zwei Etagen ist zwar schon fast die Kapazitätsgrenze erreicht, jedoch besteht eine Option, dass der Laden direkt mit Zugang zum Lichtenrader Damm dazu angemietet werden kann. Die Räumlichkeiten wären direkt verbunden. Die Angebote reichen von einem Nachbarschafts-Café, einem Schüler-Zirkel, Mutter-Kind-Gruppen, einem Eltern-Mitmach-Workshop bis hin zu den verschiedenartigsten Beratungsangeboten. Diese sollten telefonisch erfragt werden.

Tore geschlossen

Das Nachbarschafts- und Familienzentrum in der Finchleystraße musste bis Ende 2015 seine Tore schließen. Der Vertrag mit dem Träger wurde von der evangelischen Kirche, die Hausherren sind, nicht verlängert. Das Jugendamt führt für ein Lichtenrader Nachbarschafts- und Familienzentrum ein Interessenbekundungsverfahren durch, das jedoch nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist. Die Bewerbungsfristen sind abgelaufen und die Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.

red / Bild: Thomas Moser