„Gestern, Heute, Morgen“

Jubiläum: 30 Jahre Kultur im Ernst-Thälmann-Park.

Allen Grund zu feiern gibt es am ersten Aprilwochenende auf dem Kulturareal im Ernst-Thälmann-Park in der Danziger Straße 101-105 im Prenzlauer Berg. Es steht der 30. Geburtstag an, und die Kultureinrichtungen laden zu einem eigens dafür konzipierten Sonderprogramm ein, bei dem sowohl nach vorn, als auch ein bisschen zurück geschaut wird.

Ost-West-Treffpunkt

Wo die IV. Städtische Gasanstalt mitten im Herzen von Prenzlauer Berg über hundert Jahre lang den Norden und Nordosten Berlins mit Stadtgas versorgte, entstand in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, nur wenige Jahre vor der Wende, ein ganz neues Stadtquartier. Dazu gehörten auch die wenigen Rudimente der alten Industrieanlage, die für kulturelle Zwecke umgebaut und als „Kulturhaus im Ernst-Thälmann-Park“ am 1. April 1986 eröffnet wurden. Das Konzept der Anfangsjahre ist längst Geschichte, schon kurz vor der Wende mischten sich Ost- und Westberliner Künstler und Publikum. Heute reicht die Ausstrahlungskraft des Kulturareals mit seinen Einrichtungen Theater unterm Dach, Galerie Parterre Berlin, Wabe und den Kunstwerkstätten und der Jugendtheateretage weit über den Bezirk Pankow hinaus. Nun soll das 30-jährige Jubiläum nicht nur Anlass, sondern auch Thema sein: So zum Beispiel beim Stationentheater „Gestern, Heute, Morgen“ unter der Leitung von Marc Lippuner, bei dem das Publikum durch Raum und Zeit spazieren kann und Ecken kennenlernt, die es sonst nie zu sehen bekommt. Oder beim Ausstellungsexperiment „Prolog – Lockere Wolken“ in der Galerie Parterre Berlin. Zur Eröffnung der eigens zum 30-jährigen Jubiläum konzipierten Ausstellung wird zusätzlich eine Lichtinstallation im Haus 103 gezeigt. Und nicht zu vergessen das umfangreiche musikalische Programm in der Wabe, das am Sonntag mit einer Big-Band-Matinee ab 14 Uhr seinen krönenden Abschluss findet. Das Programm sieht zudem ein reichhaltiges Kreativangebot für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene vor. In den Kunstwerkstätten, der Jugendtheateretage und der Galerie Parterre Berlin kann von Keramik über Drucken, Malerei und Trickfilm bis hin zur Buttonproduktion einiges ausprobiert und unter professioneller Anleitung angefertigt werden.

Titelfoto: Das SkaZka-Orchester tritt am 2. April in der Wabe auf. 

red/mh / Bild: skazkaorchestra